Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Teterow St. Peter und Paul
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Auf unserer Internetseite informieren wir Sie über Veranstaltungen und Neuigkeiten unserer Kirchengemeinde im Herzen Mecklenburgs. Wir hoffen, es ist etwas für Sie dabei und freuen uns auf Ihren Besuch in der Kirche St. Peter und Paul zu Teterow!

Andacht der Teterower Kirchen am 3. So. n. Epiphanias

am 23. Januar 2022 ab 10.00 Uhr abrufbar

Liebe Freundinnen und Freunde von St. Peter und Paul! Liebe Brüder und Schwestern!

Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

Wahrscheinlich sind die ersten guten Vorsätze aus der Neujahrsnacht bereits beiseite gelegt. Das Strahlen einer ganz besonderen Anfänglichkeit an der Schwelle des neuen Jahres 2022 verblasst allmählich, schließlich ist das neue Jahr schon einige Tage alt. Neu anfangen, verstehen wir das immer noch als eine Chance oder empfinden wir das eher als jüngste Runde in einer ewig gleichen Tretmühle? 2022 und die Pandemie geht weiter?! Wohnt wirklich „jedem Anfang [...] ein Zauber inne“?, wie Hesse meint? Diese profane Verheißung erscheint unerschöpflich, aber ein Unbehagen bleibt bei mir zurück: Wer oder was entscheidet denn darüber, wo die Verheißung des Neu-Anfangen-Könnens in den Zwang der Wiederholung des immer Gleichen umschlägt? Ein neues Jahr, ein neuer Morgen, unter Umständen bin ich neu herausgefordert mit neuen Aufgaben. Was ist hier noch Verheißung und was ist längst schon Zwang? Wo spricht der Zauber des Anfangen-Könnens mit verlockender Stimme? Und wo gähnt das Hamsterrad des Immer-Gleichen? Aber vielleicht liegt auch eine Chance in der Wiederholung. Liegt doch ein Zauber im Anfangen? Das wär‘s doch!

 

Um für sich den richtigen Weg zu finden, gerade auch am Anfang eines neuen Jahres, muss man manchmal ganz allein sein, mit sich sein. Das heißt auch: Nichts zu beschönigen. Den Finger dahin legen, wo es weh tut. Wo drehe ich mich im Kreis? Wo und wie kann ich aus meiner Ichsucht ausbrechen? Wenn man sich so mit sich selbst auseinandersetzt, kann das sehr ernüchternd sein: Ich habe eben nicht alles im Griff. Nicht alles ist machbar oder kann geregelt werden. (Und das weiß man hoffentlich und zwar nicht erst seid 2020/21.)

So manches im Leben, erfahre ich als vergebliche Mühe. Es kann enttäuschen und verletzen, wenn ich erlebe, dass ich nicht von allen geliebt werde. Weil ich merke, wie Menschen mich in eine Schublade stecken, mich ver- und beurteilen. Sich freuen, wenn mir etwas misslingt. Ich bin dankbar für Kritik, die mir zeigt, dass ich auf dem Holzweg bin. Aber Kritik, die es besser weiß, die verurteilt? Was hat man da noch für Möglichkeiten? In Zeiten in denen wir uns selbst so nahe kommen, in denen wir an unser Innerstes rühren, gelangen wir ans Ende unserer Kraft. Aber wenn wir die Freiheit Gottes erfahren wollen, bleiben uns diese nüchternen, selbstkritischen Einsichten nicht erspart. Es ist gut, wenn ich in solchen Zeiten erfahre, dass es Menschen gibt, die mir zur Seite stehen, an denen ich mich festhalten kann. Menschen, denen ich vertrauen kann.

Sie können mir aber nicht abnehmen, mich mit meinem Innersten auseinanderzusetzen. Der Weg zu sich selbst ist fest verbunden mit dem Weg zu Gott. Dieses Gefühl wird gestärkt, wenn ich mir bewusst mache, dass ich getauft bin. Da hat einer mit mir angefangen, ist auf meinem Weg mit dabei.

 

Unser Anfangen und Wiederholen-Dürfen erschöpft sich natürlich nicht darin, dass wir einfach repetieren was schon mal war, sondern indem wir wiederholen, entsteht etwas unerschöpflich Neues. Als Jesus von Nazareth nach Galiläa ging, gab er den Menschen Hoffnungsbilder, die ihre Herzen und ihren Verstand nährten. Die Menschen verstanden und fühlten, dass sie zu Gottes großer Freiheit berufen sind. Wo sich innere Grenzen weiten, da ist Gott. Eine andere Kraft wirkt mit, Gottes Kraft.  – Gottes Geist. – Die eigene Angst unterliegt dann. Vertrauen kann wachsen. Ich fühle mich angenommen. So lese und höre ich es auch in der Jahreslosung für das neue Jahr 2022: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

 

Wir werden 2022 wieder anfangen. Wir werden uns bemühen und vielleicht dabei scheitern, auf einander zugehen und vielleicht auch entfernen. Wir werden lieben und streiten, wir werden leben und Fehler machen. Aber das muss uns nicht beunruhigen, denn wir dürfen es einfach noch einmal versuchen, dürfen jederzeit neu anfangen, weil die Vergangenheit ihr scheinbar eisernes Anrecht auf uns verloren hat, weil in der Gegenwart Jesu Christi alles neu wird.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein gesegnetes Jahr 2022.

 

Bleiben Sie GOTT befohlen und gesund.

Ihr Pastor Alexander Lemke 

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23.01.2022 um 10.30 Uhr

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Kirche St. Peter und Paul

 

30.01.2022 um 10.30 Uhr

Gottesdienst

Kirche St. Peter und Paul

- Änderungen vorbehalten -

Unter deinem Schirmen / bin ich vor den Stürmen / aller Feinde frei. / Laß den Satan wettern, / laß die Welt erzittern, / mir steht Jesus bei. / Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, / ob gleich Sünd und Hölle schrecken, / Jesus will mich decken.

 

EG 396

Jahreslosung 2022

Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen